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UKW gegen UHF
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Praktisch alle professionellen drahtlosen Systeme arbeiten entweder mit dem VHF- (sehr hohe Frequenz) oder UHF- (Ultrahochfrequenz) -Band. VHF-Funksysteme arbeiten im Allgemeinen im Bereich von 174 bis 216 MHz (der Bereich der Fernsehkanäle 7 bis 13), während UHF den Bereich von 470 bis 805 MHz (Bereich für die Fernsehkanäle 14 bis 69) verwendet.

Herkömmlicherweise wurde UHF von High-End-Funksystemen verwendet und hat den Ruf, eine größere Senderreichweite zu haben und weniger anfällig für TV-Störungen zu sein. Dies sind echte Vorteile, benötigen aber eine gewisse Qualifikation.

UHF-basierte Systeme erhalten mehr Sendeleistung durch Regulierung, aber das bedeutet nicht, dass ein bestimmtes System tatsächlich mehr Leistung hat als ein gegebenes UKW-System. UHF hat auch mehr Reichweite als VHF, nicht wegen der Leistung, sondern weil die Signale sich leichter durch die Atmosphäre bewegen. UHF hat auch bis zu acht Mal mehr Frequenzen zur Verfügung.

Für weniger Störungen ändert sich diese Situation. Da Teile des UHF-Bereichs der Kommunikation der öffentlichen Sicherheit und der digitalen Fernsehübertragung zugewiesen werden, wird die Band immer überfüllter. Außerdem ist das höchste Ende des UHF-Spektrums (über 900 MHz) ein universeller Bereich, der für schnurlose Telefone, Garagentoröffner und Amateurfunk verwendet wird, so dass es für eine drahtlose Verwendung nicht ratsam ist, da Interferenzprobleme sehr wahrscheinlich sind. Tatsächlich werden beide Bands immer überfüllter. Wie im nächsten Abschnitt besprochen, spielt die digitale Signalverarbeitungstechnologie eine wichtige Rolle im Umgang mit Störungen.

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